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„Knaben aber erhalten für eine solche Verfehlung Rutenschläge.“

aus: Benedikt von Nursia

Die Regel des Heiligen Benedikt

Seite 99

1-Satz-Literaturclub 1SLC Judith Niederberger Lakritza Benedikt von Nursia Die Regel des Heiligen Benedikt

Grafik: Silke Schäfer, Pixabay


Quintessenz der Diskussion

Erstellt von Lakritza, Judith Niederberger


«Wer nicht hören will, muss fühlen.» – Können wir dieser Devise heute noch etwas abgewinnen, wo körperliche Züchtigung im #Erziehungsprozess – zumindest offiziell – verpönt ist?


Dabei ist es noch gar nicht lange her, dass in den Schulstuben bei mangelhafter #Leistung oder ungenügender #Disziplin die Handrücken mit hölzernen Linealen traktiert wurden. Oder dass hie und da eine «kleine» elterliche #Ohrfeige ausgeteilt wurde.


Im Gegensatz dazu trägt die heutige Zeit eher die Vorzeichen #Kuschelkurs und «übertriebene politische Korrektheit» – und verleitet uns bisweilen dazu, #moralisch #selbstgerecht zu werden: Wir zeigen dann wenig Verständnis für frühere Praktiken, lassen den Kontext der Zeit ausser Acht. Dabei war ein «kleiner Rutenschlag» zur damaligen Zeit doch ganz in der Norm. Was nicht heissen soll: in Ordnung.


Wir wollen auch nicht verharmlosen: Die Bezeichnung «Rutenschlag» dürfte wohl in manchem Fall ein #Euphemismus gewesen sein für knallharte Prügel. –


Heute erinnert uns noch der #Samichlausen-Brauch an diese überholte #Erziehungsmethode. Und das ist schön. Denn statt der Rute holt der Schmutzli ja zuverlässig feine Naschereien aus seinem Sack.




 




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