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„Und ständig muss man sich entscheiden!“

aus: Hubert Michelis

Bewusster und glücklicher leben durch Entschleunigung

Eintrag zum 7. November

1-Satz-Literaturclub 1SLC Judith Niederberger Lakritza Hubert Michelis Bewusster und glücklicher leben durch Entschleunigung

Grafik: Lakritza mithilfe von Midjourney


Quintessenz der Diskussion

Erstellt von Lakritza, Judith Niederberger


Es fängt bei der Milch morgens in den Kaffee an – Kuh oder Soja? Wie viel Fettanteil? Frisch oder UHT? Warm oder kalt? … – und hört bei der Pijama-Wahl abends auf (oder noch nicht mal dann …): Grosso modo 20'000 #Entscheidungen pro Tag fällt der Mensch.


Natürlich sind nicht alle gleich relevant. Und längst nicht überall auf der Welt darf so viel so #frei entschieden werden wie bei uns: die politische Gesinnung, die sexuelle Ausrichtung, reisen, wohin mal will. Auch in unseren Breitengraden bestimmten früher andere, oft die Eltern, über die #Berufswahl oder auch die #Partnerwahl. Wir betrachten es als Errungenschaft der gesellschaftlichen Entwicklung, so vieles frei entscheiden zu können.


Macht uns das zu glücklicheren Menschen? Paradoxerweise haben wir oft den Eindruck: Nein. Die #QualDerWahl scheint eine lähmende Wirkung auszuüben. Gäb’s nur Schwarz oder Weiss, ginge es ja noch. Doch da die Auswahl so riesig ist, befällt uns die #FOMO-Paranoia.


Tatsache ist (bei uns Privilegierten!): Wir können uns 'nicht nicht entscheiden'. Auch der Entscheid, die Entscheidung anderen zu überlassen, ist eine Entscheidung.


Mehr Zufriedenheit dürften wir schöpfen, wenn wir das Sich-Entscheiden weniger als ein #Müssen, vielmehr als ein #Dürfen wahrnehmen, und uns bewusst auf das #JOMO einlassen: Joy Of Missing Out.





 




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