„Wie wäre es mit: Die versoffene Ex-Actrice, die ihren Mann quält, bis der in die Arme einer ...

... jungen russischen Pianistin flüchtet.“


aus: Daniel Bielenstein

Ein Mann zum Stehlen

Seite 51

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Foto: Cash Macanaya, Unsplash


Quintessenz der Diskussion

Erstellt von Lakritza, Judith Niederberger


«Wie wäre es»: Der #Konjunktiv #Irrealis im vorgestellten Teilsatz täuscht nicht darüber hinweg, dass hier zutiefst #menschenverachtende Gemüter am Werk sind.


Was auch immer sie entwerfen – ein #Drehbuch für einen #Krimi, eine reisserische Schlagzeile für die #Regenbogenpresse oder einen Beitrag für die #Zeitung mit den grossen Buchstaben, ein #Plädoyer vor Gericht, um den kriminellen Akt so weiss wie möglich zu waschen – die Schauspielerin könnte frauenfeindlicher nicht dargestellt werden. Auch der Mann bekommt als #willenlos präsentiertes Waschlappenwesen sein Fett ab.


Zur eigenen #Psychohygiene mag es erlaubt sein, sich insgeheim in seinen Gedanken mal auszutoben. Doch dann ist gut. Wenn wir sprechen und schreiben, wollen wir den #respektvollen Umgang miteinander pflegen. –


Sehen das alle so? Leider nein. Speziell im #RealityShow-Business orten wir verabscheuungswürdige Kommuniksations- und Skript-Praktiken – der #Einschaltquoten wegen. Ob wir da irgendwann mal den Dreh aus diesem Schlamassel raus finden werden?



#DanielBielenstein

#EinMannZumStehlen


#Improvisation #Theater #Autobiographie #Klischee #gossip #Sensationslust #Coldplay


 

Danke Riccarda Mecklenburg für die Co-Moderation auf #clubhouse


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