„Ich glaube, das war das Schlimmste daran - nicht die Angst, sondern die Scham.“
- 1-Satz-Literaturclub

- vor 3 Tagen
- 1 Min. Lesezeit
aus: Stephen King
Dolores
S. 124

Grafik: Lakritza mithilfe von Midjourney
Quintessenz der Diskussion
Der Satz macht uns betroffen. Er löst vieles in uns aus. Einiges lässt sich in Worte fassen. Manchmal aber fehlen sie auch.
Hat der 1-Satz-Literatur-Club-Gott nach dem Buch von letzter Woche – #GiselePelicot: «Eine Hymne an das Leben. Die Scham muss die Seite wechseln» – uns mit dem heutigen Zufallssatz sagen wollen: Das Thema #Scham ist noch nicht ausdiskutiert? Dies die Frage, die eine Teilnehmerin mir im Nachhinein stellt. Ich vermute, die Antwort lautet: Ja.
Das Gefühl «Scham» scheint eines der intensivsten zu sein, das uns umtreiben kann. Und eines der unfassbarsten. Scham ist ein subjektives Gefühl, doch es entsteht nicht von alleine in uns. Scham wird durch äussere Einflüsse erzeugt: im Grossen durch gesellschaftliche #Normen, im Kleinen durch #Manipulation oder gar #Psychoterror.
#SalmanRashdie hat ein preisgekröntes Buch dazu geschrieben: «Scham und Schande».
Auch im vorliegenden Roman «Dolores» von Stephan King wird auf dieser perfiden Klaviatur gespielt.
So verflochten wie oft das Verhältnis rund um Opfer- und Täterschaft ist, so komplex ist es auch, wenn es um Scham geht. Haben wir nicht manchmal den Eindruck, die heutige Welt sei unverschämt? Würde nicht gewissen Menschen etwas Scham guttun? Und was hat es mit Fremdschämen auf sich.
Im mehrdeutigen Sinn unterstreichen wir den inzwischen ikonischen Satz: «Die Scham muss die Seite wechseln.»
Danke Riccarda Mecklenburg, Jeannette Häsler Daffré, Maria-Anna Meissner und Sebastian Graulich für die Co-Moderation auf #clubhouse
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