„So ein Glückspilz setzte sich einfach daneben, hielt ein Schwätzchen und rauchte fast offiziell, beinahe legal und vermengte seine Schwaden mit den Wolken des Fahrers.“
- Judith Niederberger

- vor 14 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
aus: Andrzej Stasiuk
Der Stich im Herzen
S. 108

Grafik: Lakritza mithilfe von Midjourney und NanoBanana
Quintessenz der Diskussion
Unserer Gesundheit zuliebe hat die Zivilgesellschaft immer mehr #rauchfreie Räume durchgesetzt. Das ist gut so. Und doch erinnern wir uns mit unverkennbar nostalgischen Gefühlen an viele Szene aus den alten Rauchschwaden-Zeiten. Wurden in jenen Raucher-Meetings, als man sich durch den grauen Nebel hindurch kaum noch sehen konnte, bessere Entscheide gefällt? Wie gerne würden wir wieder mal, #MadMan-like, an einen solchen Tisch sitzen.
Unser #Glückspilz hier setzt sich rauchend neben den ebenfalls qualmenden #Fahrer. Ganz offensichtlich nicht legal. Gemeinsam mit der erzählenden Person möchten wir das eigentlich anprangern. Doch wir beneiden diesen kleinen #Hochstapler, ja bewundern ihn. Von dieser Nonchalance möchten wir uns ein Stück abschneiden.
Ein Hoch auf die Felix Krulls dieser Welt! Auf die #DreiMännerImSchnee! Und auf #ErichKäster, der ebenfalls tolle junge Helden geschaffen hat, die sich nicht immer an die Regeln gehalten, aber das Herz auf dem richtigen Fleck gehabt haben.
Ein Hoch zudem auf Andzey Stasiuk, der kleine Helden des Alltags auf seinen Reisen durch die #Mongolei begleitet. Lebensqualität gewinnen wir durch das Verbindende unter den Menschen. Das kann mit der Vermengung zweier Rauchnebelschwaden seinen Anfang nehmen.
Danke Riccarda Mecklenburg, Jeannette Häsler Daffré, Andreas Hoffmann und Maria Anna Meissner für die Co-Moderation auf #clubhouse
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