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„Klar ist: Aus heutiger Sicht erscheint mir mein Humor von früher etwas platt und unreif.“

aus: Yves Bossart

Trotzdem lachen. Eine kleine Philosophie des Humors

S. 66


Grafik: Lakritza aka Judith Niederberger mithilfe von Midjourney


Hör Dir unsere Diskussion zu diesem Satz als Podcast an


folgt demnächst ...



Quintessenz der Diskussion

Erstellt von Jeannette Häsler Daffré


Viele von uns könnten diesen Satz selbst formuliert haben. Denn #Selbstreflexion ist längst mehr als eine Mode – sie gehört zu unserem Blick auf die eigene Entwicklung. Im Rückspiegel wirkt das frühere Verhalten oft anders, milder oder auch kritischer. Und doch bleibt etwas konstant: #Humor war und ist ein Türöffner – auch dort, wo es um Nähe und Beziehungen geht.


Umso spannender die Frage: Weshalb schenken Töchter ihren Vätern ein solches Buch? Als feiner Hinweis, dass etwas mehr Leichtigkeit guttun würde? Oder schlicht, weil es den Humor des Vaters trifft – und damit eine gemeinsame Ebene schafft?


Gerade in der Lebensmitte halten wir inne, ordnen ein, vergleichen. Wir erkennen, dass sich nicht nur unser Geschmack, sondern auch unser Humor verändert hat. Was einst als #witzig galt, wirkt heute mitunter flach oder unzeitgemäss. Gleichzeitig fasziniert uns, wenn es jemand versteht, auch im Alter mit feinem Gespür für den Zeitgeist zu unterhalten.


Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Kunst: Humor, der wagt, der zuspitzt, der den Finger auf wunde Punkte legt – ohne zu verletzen. Denn wo einst Klischees als harmlos galten, reagieren wir heute sensibler. #Rollenbilder haben sich verschoben. Die Frau, der man einst galant aus dem Auto half, sitzt heute selbstbewusst am Steuer.


Humor bleibt – aber er verändert seine Form. Und vielleicht ist gerade diese Wandlungsfähigkeit sein grösster Reiz.






Danke Judith Niederberger aka Lakritza und Andreas Hoffmann für die Co-Moderation auf #clubhouse




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