„Die Zeiten, in denen ich irgendeinen Kerl mit hochnahm, um die Minibar nicht allein leerzusaufen, sind vorbei.“
- 1-Satz-Literaturclub

- 19. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 22. Juli
aus: Elke Heidenreich
Kolonien der Liebe
S. 59

Grafik: Lakritza mithilfe von ChatGPT, Midjourney und Nano Banana
Quintessenz der Diskussion
Es gibt gute Zeiten, und es gibt schlechte Zeiten. Wenn die schlechten Zeiten vorbei sind, dann ist es gut. Und das scheint hier möglicherweise der Fall zu sein. Ausser wenn die Fortsetzung zu diesem Satz lauten würde: «Heute trinke ich die #Minibar allein leer.» Dann wär’s gar nicht mehr gut. –
Doch nehmen wir mal das Positive an. Jetzt ist es gut: Jetzt werden ausgelassene Minibar-Parties in coolen #Hotels gefeiert, zusammen mit wirklich tollen Freunden.
Und – so gibt uns eine ebenso tolle Freundin des 1SLC als Tipp mit auf den Weg – der gewiefte Hotelgast wählt nicht den überteuerten o815-Inhalt der Minibar, sondern er packt das Zeugs heraus, füllt die Minibar mit Köstlichkeiten eigener Wahl und geniesst diese, sobald sie perfekt gekühlt sind. –
Wir vermuten, dass der Satz von einer Frau gesprochen wird. Obwohl die Wortwahl alles andere als damenhaft ist. Das Leben war dannzumal wohl recht aus den Fugen geraten. Vielleicht ein Suchtproblem, das inzwischen überwunden wurde? #RobbieWilliams kommt uns in den Sinn. Oder eine Berufstätigkeit im Rotlicht-Milieu, dem frau entkommen konnte? Wir sehen #PrettyWoman vor dem geistigen Auge.
Jetzt wird’s romantisch: Wir nehmen die #Poesie zwischen den Zeilen wahr. Die «Geisternächte» sind nur noch ein Echo der Erinnerung. Leichtsinn und #Einsamkeit sind vorbei. Wir schmiegen uns in die Wärme der #Liebe und Geborgenheit der Jetzt-Zeit. Und lassen die feinen Tropfen des Getränkes unserer Wahl genussreich in den Gaumen prickeln.
Gedicht zum Zufallssatz
von Tengezar Marînî
Es ist das Echo jener Geisternächte,
in denen der Frost der Einsamkeit
nur durch den betäubenden Nebel des Rausches
und die flüchtige Wärme
namenloser Körper zu ertragen war.
Nun aber sind diese Stunden der Flucht
wie Asche im Wind zerstreut
– ein schwerer,
dunkler Traum,
aus dem sie ein für alle Mal erwacht ist.
Danke Riccarda Mecklenburg, Jeannette Häsler Daffré und Maria Anna Meissner für die Co-Moderation auf #clubhouse
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