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„Ein geläufiges indisches Wort für Gott ist Bhagavan, der Segenspendende, oder der mit dem Lingam.“

aus: Wolf-Dieter Storl

Tanz der Täuschung

S. 177


1-Satz-Literaturclub 1SLC Judith Niederberger Lakritza Wolf-Dieter Storl Tanz der Täuschung

Grafik: Lakritza mithilfe von Midjourney


Quintessenz der Diskussion


Ein erleuchtendes und religionsverbindendes Gespräch zum Pfingstsonntag im 1SLC: Wir erfahren, dass das Wort #Baghavan aus dem #Sanskrit stammt und dass – auch wenn #Lingam mit #Phallus übersetzt werden kann – der heutige Zufallssatz weit mehr aussagt als «der mit dem Pimmel».


Baghavan steht für das Prinzip  des Universellen, der Schöpfungskraft von #Shiva. Während im christlichen Umfeld das Göttliche ebenfalls als das Schöpferische gesehen wird, gesellt sich im #Hinduismus eine zweite Kraft dazu: #Shakti, das dynamische Element, verbunden mit #Yoni als dem Symbol für das weibliche Geschlechtsorgan. Die beiden Prinzipien werden nicht als Gegensätze gesehen, sondern gelten als zwei Hälften eines Ganzen. Sie entsprechen quasi dem #Yin und #Yang.


Oder für ein besseres Verständnis lässt sich auch die bildliche Parallele zum Meer ziehen: Shiva lässt sich mit der riesigen Menge des Wassers vergleichen. Shakti ist die Energie, die die Wellen hervorbringt.


#Potenz allein ist nichts. Zusammen mit der #Befruchtung allerdings entstehen #Wunder: die Erde, die Pflanzen- und Tierwelt, Sprache, Literatur, Musik.








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