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„Und je intelligenter der Mensch, desto raffinierter die Ausreden.“

aus: Hermann Scherer

Glückskinder. Warum manche lebenslang Chancen suchen – und andere sie täglich nutzen

Seite: 152

1-Satz-Literaturclub 1SLC Judith Niederberger Lakritza Hermann Scherer Glückskinder Warum manche lebenslang Chancen suchen und andere sie täglich nutzen

Grafik: Lakritza mithilfe von #Midjourney


Quintessenz der Diskussion

Erstellt von Lakritza


Entweder sagt man die #Wahrheit. Oder man #lügt. Der euphemistische Begriff der #Ausrede ist eindeutig dem Bereich der Unwahrheit zuzuordnen. Mindestens «Rausrede» müsste es eigentlich heissen.


Warum offeriert uns die deutsche Sprache diesen verharmlosenden Ausdruck? Möglicherweise deshalb, weil es ab und zu sinnvoller ist, sprachlich zu mogeln als korrekt zu antworten. So einfach ist das übrigens gar nicht! Für eine gute Ausrede braucht es, wie der heutige Satz es sagt, ein kluges Köpfchen. Und ein #kreatives dazu!


Wer sich auf diesem Terrain nicht sicher fühlt, kann einen Ausreden-Erfinder engagieren. Tatsächlich gibt es diese Berufsgattung. Heute kann man auch die #KI zu Rate ziehen. Die menschliche Intelligenz sorgt allerdings noch für allfällig notwendige hieb- und stichfeste Belege – malt z.B. den schwarzen Fischen weisse Punkte auf die Schuppen, weil man mit ihnen scheinbar zum Tierarzt musste. Se non è vero, è ben trovato.


Bei so viel Kreativität wird uns warm ums Herz und wir freuen uns, dass wir eine so #geistreiche Kommunikationstradition der Ausreden pflegen. Auch wenn’s juristisch nicht ganz koscher ist: Ein Hohelied an dieser Stelle auf die kreativen Ausreden!




 




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