„Wenn du es ohne Kondom machen willst, kostet es 100 Francs extra.“
- 1-Satz-Literaturclub

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aus: Thomas Espedal
Gehen oder die Kunst, ein wildes und poetisches Leben zu führen
S. 135

Grafik: Lakritza mithilfe von Nano Banana
Quintessenz der Diskussion
Die Dame (wenn’s denn eine ist) legt Wert auf Preistransparenz – lässt sich lakonisch sagen.
Ähnlich ist’s ja auch beim Frisör: Du kannst nur den Grundservice wählen (Haareschneiden resp. Geschlechtsverkehr) oder weitere Services dazubuchen (Waschen, Pflegen, Frisieren resp. ohne Kleidung, im Liegen, ohne #Kondom).
Wobei wir von schutzlos käuflicher Liebe, erst recht seit #Aids die Weltkugel erobert hat, dringend abraten. Dafür sollte es niemals ein Preisschild geben. Den weiblichen #SexWorkers hätten wir früher schon den «Gummi drum» empfohlen, nicht erst seit #PoloHofer die Stop-Aids-Kampagne 1987 mit einem eingängigen Song unterstützt hat.
Das Sprechen übers Kondom fällt uns heute eigentümlich schwer. Dabei wäre es wichtig, das Ding beim Namen zu nennen. Deren gibt es ja auch einige: Pariser, Präservativ, Präser, Tütchen, Lümmeltüte, Überzieher ...
Wir täten generell gut daran, die Verklemmtheit dort abzubauen, wo eindeutig verwerfliche Handlungen angesprochen werden müssten. Das #Epstein-Filzwerk hätte niemals so lange und so ausgedehnt wuchern dürfen. Der Preis, den wir als Gesellschaft heute nun dafür bezahlen, ist – selbstverschuldet – zu hoch.
Danke Riccarda Mecklenburg, Maria-Anna Meissner und Sebastian Graulich für die Co-Moderation auf #clubhouse
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