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„Das Haus, tausend Kilometer von der Heimat entfernt, entpuppt sich bei ihrer Ankunft als herbe Enttäuschung.“

Hrsg: rororo Verlag

Als die Deutschen weg waren

Seite: 222

1-Satz-Literaturclub 1SLC Judith Niederberger Lakritza Als die Deutschen weg waren rororo Verlag

Grafik: Lakritza , Foto von cottonbro, Pexels


Quintessenz der Diskussion

Erstellt von Lakritza, Judith Niederberger


Im Wort #Enttäuschung steckt die #Täuschung drin. Wenn #Völker ihre Heimat verlassen und am neuen Ort nicht das erhoffte gelobte Land antreffen, sind sie einer Täuschung aufgesessen. #Wunsch und #Realität liegen dann so weit auseinander wie die Distanz von 1000 Kilometern, die sie zurückgelegt haben. Auch die #Zeit ist verstrichen während der Reise – vor allem damals, als man noch mit dem strapaziösen Planwagen unterwegs war. Am neuen Ort nicht heimisch werden können, führt zudem zu einer #emotionalen Kluft. Erst recht, wenn man die #Umsiedlung nicht freiwillig vollzogen hat. Das neue Heim wird dann wohl kaum zur #Heimat. Vielleicht fühlt es sich nicht einmal wie ein #Zuhause an. Und wenn das #Haus gar eher eine Hundehütte ist als ein Dach über dem Kopf, dann fehlt es an der Basis in der #Maslowschen Pyramide. –


Enttäuschungen gehören zum Leben. Es ist unser #Job zu lernen, damit umzugehen. Egal, wie herausfordernd das ist. Sonst kann die #Seele in ihrem Haus, in unserem #Körper, nicht heimisch werden. Und Sein und Zeit verschiebt sich. Wie – auf seine eigene Art – im Film «Das Haus am See».





 


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