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„Vielleicht ist das der Unterschied?“

vor 6 Tagen
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Stunden

aus: Lisa Roy

Alles ist Gold

S. 156


1-Satz-Literaturclub 1SLC Judith Niederberger Lakritza Lisa Roy Alles ist Gold

Grafik: Lakritza mithilfe von Midjourney



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Quintessenz der Diskussion


Hinter diesem Satz muss ein feiner, ein sensibler Mensch stehen. Er scheint differenziert zu denken. Und spricht dialogorientiert: Nicht nur, dass er seinem Gegenüber eine hypothetische Frage stellt, er leitet sie sogar abmildernd mit einem #Vielleicht ein. Noch galanter kann der rote Gesprächsteppich nicht ausgebreitet werden.


Was macht eigentlich den #Unterschied? – Nicht immer das, was wir sehen. Ein Tisch kann identisch gedeckt sein – und doch ist es ein Unterschied, ob jemand die Teller lustlos hinstellt oder im liebevollen Gedanken an die Gäste, die sich bald an den Tisch setzen werden. Das Resultat ist letztendlich dasselbe. Die Atmosphäre ist eine andere.


Der Zufallssatz bringt uns zwangsläufig auf die #KI zu sprechen. Erkennen wir, ob ein Text mit KI geschrieben oder von einem Menschen formuliert wurde? Die Problematik geht noch weiter: Falls wir den Eindruck haben, die KI verwende gerne Gedankenstriche – eliminieren wir dann dieses Satzzeichen, weil wir nicht wie eine KI wirken wollen? –


Ja, es ist absurd, sich mit einer Maschine zu vergleichen und sich wegen ihr gar anders zu verhalten! Das wollen wir doch tunlichst bleiben lassen. Wir sind #Menschen. Und wir wollen unser Menschsein leben, indem wir das «radikal Individuelle» feiern.


KI kann uns viele gute Dienste erweisen. Doch ab und an wollen wir das Tablett mit den Erdbeertörtchen selbst in die Hand nehmen. Ob wir die Törtchen dann mürrisch auf den Tisch knallen oder mit einem verführerischen Lächeln darbieten, liegt an uns … und macht den kleinen grossen Unterschied.









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