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„Wie kann ich dienen?“

aus: Maria Otto (Hrsg.)

Vincent van Gogh – Worte wie Feuer

Seite: 109

1-Satz-Literaturclub 1SLC Judith Niederberger Lakritza Maria Otto Vincent van Gogh Worte wie Feuer

Grafik: Lakritza mithilfe von Midjourney


Quintessenz der Diskussion

Erstellt von Lakritza, Judith Niederberger


«Wo drückt der Schuh?» Ob diese Frage nun ein #Arzt oder eine Schuhmacherin stellt – da geht jemand a priori davon aus, dass wir ein Leiden haben, und kann es #oben-drein grosso modo lokalisieren, nämlich #unten. Pflegepersonal wird seit dem TV-Hype #NewAmsterdam darauf aufmerksam gemacht, die Frage anders zu stellen. Patientinnen und Patienten sollen sich nicht auch noch als lästige Bittstellende fühlen – es geht ihnen schon schlecht genug. Alle anderen die uns ungefragt #helfen wollen, ein Problem zu lösen, das wir ohne sie gar nicht haben, sollen sich zum #IhrWisstSchon scheren.


Viel sympathischer ist uns die leicht altertümlich anmutende, im Grunde jedoch sehr edle Frage: «Wie kann ich #dienen#Selbstlosigkeit klingt da an. Uneigennützigkeit. Es ist der ehrliche Dienst am Menschen oder, da nicht einmal ein Personalpronomen der zweiten Person vorkommt, an der Menschheit.


Vincent Van Gogh, Prediger, Lehrer, Maler, hat den Blick auf die Armen, Traurigen, von der Gesellschaft Ausgeschlossenen gerichtet. Später auf die #Sonnenblumen, die Lilien, die Weizenfelder, in den nächtlichen #Sternenhimmel. Seine #Kunst diente ihm nicht zum Leben. Uns aber dient sie heute als unversiegbare Quelle der #Freude und #Inspiration.





 




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