... die Heraufbeschwörung jenes Schreckensjahres.”
aus: Bret Easton Ellis
The Shards
Seite 12

Quintessenz der Diskussion
Erstellt von Lakritza, Judith Niederberger
Gerne zitieren wir zu diesem Satz #Kierkegaard:
«Das #Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.»
Doch wie viel mentales Zurückgehen in die #Vergangenheit ist sinnvoll für unser Leben von #morgen? Wer Schreckliches erlebt hat, ist mehr als nur einmal gefordert. Zuerst gilt es: zu #über-leben. Danach: so souverän wie möglich #weiter-zuleben.
Die einen nehmen professionelle psychologische Hilfe in Anspruch, um die #Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Andere suchen Halt in einem straffen protokollarischen Regelwerk – es verhindert ihr Auseinanderbrechen.
#Trauma-Bewältigung ist eine individuelle Angelegenheit. Doch wie tolerant sind wir solchen Strategien gegenüber? #QueenElizabethII sprach von ihrem #AnnusHorribiliis, und als später noch schlimmere Jahre kamen, hat man ihr Verstummen als gefühlskalt kritisiert. Rückblickend zollen wir ihr Respekt für ihre #Resilienz. – Und wissen wir denn, was #FräuleinRottenmeier erlebt hat, dass sie zu einer so unnachgiebigen Frau geworden ist?
Welchen Weg auch immer wir wählen, um unsere Vergangenheit zu verarbeiten, er soll uns offen nach vorne blicken lassen. Es wäre zu schade, wenn wir vor lauter #Posttrauma-Bewältigung ein #AnnusMirabilis erst rückblickend als solches erkennen würden.
Danke Riccarda Mecklenburg, Maria-Anna Meissner, Andrea Bernard und Sebastian Graulich für die Co-Moderation auf #clubhouse
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