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„Here a lot of the little kids began to call, «Slay him! Slay him! Slay M!»”

aus: Philip Roth

Nemesis

Seite 214

1-Satz-Literaturclub 1SLC Judith Niederberger Lakritza Philip Roth Nemesis

Grafik: @Lakritza mithilfe von Midjourney


Quintessenz der Diskussion

Erstellt von Lakritza, Judith Niederberger


Der Satz ruft uns unweigerlich jene Insel des #Infernos von William Golding in Erinnerung: «Lord of the Flies». Der #Mensch ist ein #Biest, von Kindesbeinen an, und bleibt es ein Leben lang.


70 Jahre nach Erscheinen dieses Romans müssen wir mit Scham und Betroffenheit zugeben: Das hat sich bis heute nicht verändert. Jahrhundertelange humanistische und diplomatische Bemühungen bleiben wirkungslos, wie wir angesichts der vergangenen Jahre realisieren müssen, wenn wir durch eine #Pandemie gehen und wenn Grenzüberschreitungen (#MeToo; #Angriffskrieg auf die #Ukraine) stattfinden. «Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein.» Leider noch schlimmer: Selbst Verwandte und Freunde werden aktuell gezungen, sich gegenseitig zu vernichten.


Die Auflösung des heutigen Buches lässt uns kurzfristig aufatmen. Zwar ist auch dort die furchterregende Nemesis unterwegs. Doch die #Kinder sind – vorerst – noch beim harmlosen Spiel.


Nutzen wir die Verschnaufpause, um Kraft zu schöpfen – wir brauchen sie! Wir dürfen nie die #Hoffnung verlieren, dass wir Menschen das #Unmenschliche in uns nicht doch noch eines Tages besiegen können. Diesen inneren Schweinekopf voller Geschmeiss müssen wir – gnadenlos; zu unserer Gnade! – abschlachten. Wir alle sind dazu aufgerufen. Und: Wir müssen hier und jetzt damit beginnen.




 




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